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Politik und Wirtschaft Forum

Zu Guttenberg und seine Doktorarbeit Geschlossen


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Felix92

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verfasst am 18.02.2011 um 18:50:34 Uhr

Die Plagiatsvorwürfe gegen unseren Verteidigungsminister und seine Doktorarbeit sind kaum noch zu überhören. Immer wieder neue Quellen tauchen auf, bei denen zu Guttenberg abgeschrieben haben soll.

Doch was haltet ihr von der ganzen Sache? Rücktrittsgrund oder Schwamm drüber, da er sich schließlich entschuldigt hat und seinen Titel bis zum Ende der Prüfung nicht mehr tragen will?

Achja: Für eure eigenen Dissertationen hab ich noch das perfekte Arbeitsgerät (http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=330532240329), das ich ohne Angabe von Quellen dreist geklaut habe

00

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verfasst am 18.02.2011 um 20:03:02 Uhr

Hat er denn nun abgeschrieben?
Habs nicht mehr so verfolgt...

deluc

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verfasst am 18.02.2011 um 23:56:19 Uhr

Ja, er soll wohl ganze Textpassagen ohne angaben von Quellen in seiner Doktorarbeit drinne stehn haben. Aber mich juckts generell eher wenig, bin da eher desinteressiert.

YvoS

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verfasst am 19.02.2011 um 01:41:34 Uhr

Es hat einfach sooo unglaublich wenig mit seinem Amt zu tun. Was die Opposition da gerade veranstaltet, ist einfach nur lächerlich.

brechbohne

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verfasst am 19.02.2011 um 14:05:46 Uhr

naja wer sogar rechtschreibfehler mit übernimmt, der typ ist ein witz. versteh garnicht was da solange überlegt wird.. raus den typen und doktortitel aberkennen... eigentlich sollt er noch eine geldstrafe meiner meinung dafür bekommen.

00

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verfasst am 19.02.2011 um 14:29:29 Uhr

Ja klar, den müssen sie jetzt auch noch mit runterziehen.

@brechbohne: Gehts noch???


Mein Gott, wie man sich nur mit so was aufhalten kann, als wenn das unser größtes Problem jetzt wäre. Schwamm drüber und gut is.....

OmG

Felix92

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verfasst am 19.02.2011 um 18:31:37 Uhr

Original von +hübi
naja wer sogar rechtschreibfehler mit übernimmt, der typ ist ein witz. versteh garnicht was da solange überlegt wird.. raus den typen und doktortitel aberkennen ... eigentlich sollt er noch eine geldstrafe meiner meinung dafür bekommen.

Ich finde nicht, dass man sein Amt als Verteidigungsminister mit der Arbeit irgendwie in Verbindung bringen kann. Zwar hat er anscheinend auch den Text komplett übernommen, den er im Zusammenhang mit einer Bundestagsrecherche erhalten hat. Das ist dann aber auch die einzige Verbindung von der Doktorarbeit zum Bundestag.

Ich bin der Meinung, dass die Universität Bayreuth das genauestens prüfen sollte und er dann mit den Konsequenzen leben sollte. Da ein Doktortitel mit der Arbeit eines Verteidigungsministers jedoch, wie YvoS gesagt hat, unglaublich wenig mit seinem Amt zu tun hat, denke ich nicht, dass es richtig ist ihn dafür rauszuschmeißen. Wenn man deswegen kein Vertrauen mehr in den Typen hat soll man eben eine andere Partei wählen.

00

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verfasst am 19.02.2011 um 18:59:06 Uhr

Die haben echt keine anderen Probleme ey ... ..
Wie kommen die nur auf so was???

Sollen sie doch alle prüfen, die was mit der Politik zu tun haben :roll:




Find das echt scheiße, wie sie ihn runtermachen

Felix92

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verfasst am 24.02.2011 um 18:06:06 Uhr

Tja, mit dem Doktortitel war's das dann wohl.

Was ich an der ganzen Sache irgendwie lustig finde ist, dass er sich das Ganze ohnehin sparen könnte: Wusste doch kein Mensch, dass er den Titel hat(te).

YvoS

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verfasst am 24.02.2011 um 19:56:04 Uhr

Nun, die Uni Bayreuth hat sich auch wenig mit Ruhm "bekleckst", wenn sie dem Karl erst die höchste Auszeichnung für "seine" Arbeit verleihen und später feststellen, dass die einfach nur zusammen geklaut war... :roll:

00

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verfasst am 24.02.2011 um 19:56:28 Uhr




...und weg ist er und wem störts?




:arrow: Bei vielen Leuten ist er jetzt sogar noch beliebter als vorhin

Rrljaxa

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verfasst am 25.02.2011 um 04:40:27 Uhr

Einerseits hat das Amt des Verteidigungsministeriums nichts damit zu tun, ob sie von einem Dr. geführt wird oder nicht, das ist schon richtig.

Wer der Meinung ist, wie man sich über so etwas dermaßen nur aufregen kann, sollte auch Folgendes nicht unbeachtet lassen:

Mit seinem Titel wurden Hebel bewegt, die er sonst nicht bewegt bekommen hätte. Dieses kann durchaus als Amtsmissbrauch angesehen werden. Dort wird man auch durchaus über seinen Titel gewusst haben. Wenn man fragt, wer denn überhaupt hätte vermuten können, ob er den Doktortitel hat, der schaue sich doch bitte einmal die Biographien unserer höheren Politiker an und nenne mir EINEN EINZIGEN, der KEINEN Doktortitel hat ... viel Spaß bei der Suche, ich kenne KEINEN. Merkel, Gysi, Schäuble, Stoiber, Westerwelle, Schröde, Kohl, von der Leyen ... etc. jepp, alle haben zumindest den Ehrendoktor - zeichnet sich da etwa ein Muster zur Zugangsberechtigung ab ... ?
(soviel zur Frage, was hat denn seine Dissertation mit seinem Job zu tun ... ?)

Wer Titel, die aus Bildung entstanden sind nicht ernst nimmt, der fördert zwei Denkarten: Bildung und damit verbundene Titel sind käuflich. Ergo: Du hast reiche Eltern oder Du musst arbeiten. Zweitens hat er kein Problem damit, dass immer weniger Geld für die allgemeine Bildung ausgegeben wird, reich und prominent bekommen schon ihre Titel und die damit verbundenen Ämter / Stellen.
Wer von euch eine Ausbildung macht oder ein Studium kann gerne nachlesen, was ihm blüht, falls er einem Betrugsversuch unterliegen sollte.
Ist es also in Ordnung, die Politik als Auffangnetz für Betrug zu nutzen?

Ein politisches Amt hat etwas mit Ehre zu tun. Der, der ein politisches Amt inne hat, vertritt das Volk. Überlegt selbst, wo ihr Leistung erbringen musstet - jeder von euch, egal wie er wo abgeschnitten hat, musste über Arbeiten schwitzen, verzweifelte teils daran und erkämpfte sich den Platz, von dem er sich in Zukunft bewerben wird ... ob er einen Job bekommt oder nicht und wenn ja, dann welchen?
Ist es in Ordnung, dass es sich jemand leichter macht als ihr in derselben Situation - nicht durch einen Spicker sondern durch Strg+c / Strg+v und damit automatisch über euch steht?

Warum diese Fragen so drastisch sind, wie sie wahrscheinlich klingen:
Es geht nicht zwangsläufig um zu Guttenberg selbst, ob er sympathisch ist oder nicht. Es geht hier um die Tat. Ich bin mir fast sicher, dass die meisten von euch sich über die Politik beklagen, dass man über den Tisch gezogen wird.
Dieses muss nicht einmal so sein, aber wenn toleriert wird, dass ein Politiker offiziell und bei vollem Bewusstsein betrogen hat, senkt das für andere Politiker widerum die Hemmschwelle, auf anderen Gebieten zu betrügen mit dem offiziellen Statement, dass das doch in Ordnung sei. Bislang stinkt es mir schon, dass Gesetze so weit ausgelegt werden, bis sie passen und das schon legal. Soll ich jetzt noch anfangen, anderen Bockmist in Ordnung zu finden, nur weil das ja nicht sein direkter Job war?
Ich kann noch so gut in meinem Job sein wie ich will, wenn ich meinen Chef anspucke bekomme ich trotzdem eine Abmahnung, weil ich mich moralisch verwerflich verhalten habe. Es sei denn, der Chef möchte in Zukunft von allen Mitarbeitern angespuckt werden, weil " ... dem einen ist doch auch nichts passiert ... ."

Es geht nicht darum, ob er ein guter oder schlechter Politiker ist, er wurde bei einer Straftat erwischt und ich persönlich möchte keine noch größere Plattform für andere Ämter schaffen, die tun und lassen können was sie wollen, nur weil sie dieses Amt bekleiden.

Und zum Schluss: Wer da schon kein Problem hat zu betrügen, der hat auch bei anderen Dingen keine Skrupel, egal wie fein er lächelt. Falls nun einer von euch vor hat zu schreiben "Das tun sie doch alle, ob offiziell oder nicht, da kann der doch im Amt bleiben", zu sowas kann ich nur sagen: "Vielleicht. Aber mit dieser Denkweise unterstützt du das auch noch."