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Kategorie: Inland
Stromausfall wegen Cannabis-Plantage
Polizei deckt über 500 illegale Anbauflächen auf - Fahndungsdruck wird stärker
05.02.2010 14:20 Uhr
Berlin. Den Drogenfahndern hilft beim Aufdecken von illegalen Cannabis-Plantagen meist noch der Zufall. Als in Heidenrod-Huppert im Rheingau im vergangenen Jahr plötzlich die Stromversorgung zusammenbrach, wurde die Ursache in einer alten Fabrikhalle vermutet. Die Polizisten stießen zu ihrer Überraschung auf eine große Cannabis-Plantage.
3600 Pflanzen wurden gezählt. Seit dieser Woche müssen sich zweiMänner wegen des Drogenanbaus vor dem Wiesbadener Landgericht verantworten. Sie sollen seit Ende 2007 auf zwei Ebenen in dem Gebäude Cannabis angepflanzt haben. In den vergangenen Monaten meldeten Polizeidienststellen quer durch Deutschland fast wöchentlich neu entdeckte Cannabis-Flächen -vor allem in alten Gebäuden, Kellerräumen,Containern oder auch in Mietwohnungen.

Die Zahl der gefundenen Anbauflächen nimmt deutlich zu, bestätigt das Bundeskriminalamt (BKA) auf Anfrage. 2008 flogen bundesweit 517 illegale Plantagen auf. Das waren rund 20 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Neuere Zahlen gibt es noch nicht. Als Plantage gilt eine Fläche ab 20 Pflanzen. Aus den Blüten und den Blättern der Hanf- oder auch Cannabispflanze werden dabei Marihuana, aus dem Harz Haschisch hergestellt. "Die Zufallsfunde bei Bränden oder Wasserschäden werden jedoch immer seltener", sagt die für Drogen zuständige BKA-Referatsleiterin Marion Gradowski im ddp-Interview in Wiesbaden.

In der jüngsten Vergangenheit habe die "verstärkte Sensibilisierung der Strafverfolger und der Öffentlichkeit das Bewusstsein für die Wahrnehmung solcher Anlagen geschärft". Den Drogen-"Gärtnern" wird Ermittlern zufolge dabei oft zum Verhängnis, dass sie für die Zucht Ventilatoren, Wachstumsleuchten und Belüftungsfilter installieren und die Fenster abdunkeln, damit die Pflanzen rund um die Uhr wachsen können."Durch den Anbau von Cannabis in sogenannten Indoor-Plantagen lassen sich deutlich höhere Produktionsmengen und Tetrahydrocannobinol (THC)-Gehalte bei den Pflanzen erzielen, was die Gewinnmargen erhöht", sagt Gradowski. Die THC-Substanz macht die Konsumenten "high".

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) spricht von einem "lukrativen Betätigungsfeld mit guten Renditen für die Betreiber". Die Anlagen würden oft in wenig besiedelten Gegenden auf dem flachen Land angelegt, wo "kein großer polizeilicher Fahndungsdruck" bestehe, sagt der BDK-Vizechef Bernd Carstensen. Dennoch werde von der Polizei mehr entdeckt, "weil es mehr zu entdecken gibt"."Grundsätzlich handelt es sich beim Cannabisanbau um ein flächendeckendes Phänomen in Deutschland. Vor allem bei den Indoor-Profi- und Großplantagen ist allerdings noch immer ein Schwerpunkt in den grenznahen Regionen zu den Niederlanden erkennbar", sagt BKA-Kriminaldirektorin Gradowski.

Es sei der Anreiz der
"marktnahen Herstellung", durch die das mit dem grenzüberschreitenden Schmuggel verbundene Entdeckungsrisiko nahezu ausgeschlossen werde. Osteuropäer fungierten nicht selten als Erntehelfer. Ansonsten agierten in diesem Geschäft vor allem Deutsche. Jedoch beobachte die Polizei seit geraumer Zeit, dass verstärkt Vietnamesen in Geschäft involviert seien, sagte Gradowski. Erst vor zwei Wochen haben Beamte des Sondereinsatzkommandos (SEK) im sächsischen Hainichen eine Indoor-Plantage gestürmt, in der zwei Deutsche und zwei aus Vietnam stammende Männer tätig waren. Sie werden verdächtigt, seit Monaten im Keller einer Diskothek Betäubungsmittel hergestellt zu haben. Dazu sollen sie in drei Räumen die Aufzuchtanlage mit schätzungsweise 1000 fast erntereifen Cannabispflanzen betrieben haben. (ddp)


  10 Kommentare

Kuldaan Dieser User ist offline.  (16.02.10 - 11:22Uhr)

@FabLovesRaute
Find ich jetzt interessant, kannst du Quellen angeben ?
Welche nachweislichen Schäden abgesehen von Nikotin und Teer wie bei Zigaretten auch ?
Quellen für geistige Behinderungen nach dem ersten (!!) mal Canabis ?
Wär mir neu.. und ich hab mich lange damit befasst.


Aronde Dieser User ist offline.  (07.02.10 - 14:18Uhr)

Interessant, daß insbesondere DIE Leute, die nie im Leben eine Tüte geschmort haben, umso besser wissen, daß es eine Einstiegsdroge ist.
"Langzeitschäden" stellen im Übrigen immer die Gutachten fest, die aus ganz besonderen Anlässen bzw. von ganz bestimmten Lobbyisten in Auftrag gegeben werden. Ich persönlich kenne ERHEBLICH viele Leute, die nunmehr seit über 25 Jahren TÄGLICH ihr Hanf rauchen und alles Andere als dumpf, verblödet oder gar gesundheitlich am Ende sind .

Die aktuellen Steigerungsraten bei Indoor-Plantagen in Deutschland geht schlichtweg auf die restrektive Methode des Führerscheinzockens zurück. Die Leute sparen sich das Grenzübertrittsrisiko zu Gunsten ihres Lappens und kaufen halt dann lieber im Inland bei illegalen Plantagenbetreibern. Hausgemachte Probleme, die ebensowenig mehr durch reine Verfolgung in der Griff zu kriegen sind wie der tägliche Transfer aus DK, NL, CH oder CZ - man hat nur das Problem, wie man´s dem Bürger erklären soll, daß urplötzlich wie im Ausland Coffeeshops entstehen, wenn es umgekehrt immer heißt, daß nach dem ersten Joint sofort die Nadel und der gesellschaftliche Abstieg kommt: Letztere sowohl, indem der Staat selbst an der Kette Kiffer zu Fußgängern macht und deren Existenz in Frage stellt. Keiner redet über DIESES Phänomen, Führerscheine als Allheilmittel, um Leute von "Drogen" fern zu halten, zeigt die Ohnmacht einer Administration, die wohl selbst schon lange nicht mehr weiss, dass die vorgebrachten Argumente Contra schon lange x-fach widerlegt sind.
Fallen Gutachten nicht so aus wie "gewünscht", werden sie übrigens unter den Teppich gekehrt. Der Mob bekommt nur Das zu sehen, was die vorherrschende Gesetzeslage bestätigen soll - obwohl der Kampf gegen das Hanf schon lange verloren ist und von anderen Dingen ERHEBLICH ablenkt: Unsere Gesellschaft geht am Alkoholismus zu Grunde und offenbar ist KOKS in Deutschland seit ein paar Jahren kein Thema mehr - obwohl hier geschnaubt wird wie noch nie zuvor. Koks ist jedoch ein überwiegendes Thema der Mittel- und Oberschicht und daher läuft DAS Geschächtchen weitgehend ungestört ... .


w-cola Dieser User ist offline.  (07.02.10 - 12:39Uhr)

naja, davon habe ich aber noch nie gehört mein freund. nichtsdestoweniger bedenke man wieviele (auch junge) erstkonsumenten sich ne alkvergiftung eingefangen haben, an ihrem eigenen erbrochenen erstickt sind, besoffen vor nen auto oder ne bahn gelatscht sind oder völlig hacke in irgend nem gebüsch erfrohren sind ...
und die langzeitschäden kosten uns alle auch nen haufen knete

alk und cannabis sind beides schlechte dinge. allerdings hat der alk geschichtlich bedingt nen großen stellenwert und ne dicke lobby in unserer gesellschaft. und eine substanz die sicherlich nicht schädlicher ist als der alk wird verdammt ... einfach schade


FabLovesRaute Dieser User ist offline.  (06.02.10 - 18:02Uhr)

Da hier momentan eher die Konsumenten ein kommentar hinterlassen, oder sich nicht mit den Schäden, die "Gras" nachweislich verursachen, schreibe ich einmal.
Gras lässt sich leider nicht wirklich mit alkohol vergleichen, natürlich besteht bei beiden die Suchtgefahr ( bei Gras ist sie wesentlich höher!!), jedoch kann nur Cannabis beim ersten Gebrauch schon dich zu einem geistig behinderten menschen machen, die zahl Dieser steigt seit den letzten Jahren immer stärker an.
Und jetzt überlegt mal, wie viele menschen durch die legallisierung von Cannabis erkranken, und wie teuer dieses für den Staat werden könnte ...
Aber es wird immer welche geben, die solche Tatsachen außer Acht lassen.


Ory Dieser User ist offline.  (06.02.10 - 13:23Uhr)

Ich kann auch nur über den Staat lachen


Bibb Dieser User ist offline.  (06.02.10 - 13:15Uhr)

"higher and higher" von Jost Sauer. Langzeitschäden (geistig, körperlich und finanziell) abschaffen.


chaosmartin Dieser User ist offline.  (06.02.10 - 11:12Uhr)

welche langzeitschäden ich kenne keine aber der Staat hat zu wenig geld aber wenn man das richtig Vermarktet kann man auch Steuer entlastungen vornehmen.
Sollte schon lange Legal sein!!!


IceBongDe Dieser User ist offline.  (06.02.10 - 09:00Uhr)

der staat hat anscheinend noch zu viel Geld ... den Interessiert so eine lukrative Einahme von Steuern nicht ... Ich würd sofort gerne Steuern dafür zahlen ...


Brain05 Dieser User ist offline.  (06.02.10 - 05:39Uhr)

verstehe das auch nicht alcohol ist ok obwohl die langzeitschäden verherender sind


w-cola Dieser User ist offline.  (05.02.10 - 23:57Uhr)

tja, was dem staat durch die unsinnige verdammung von cannabis an steuern entgeht ... naja
legalize it! nach holländischem vorbild. in kinderhände sollte das zeug nämlich nicht unbedingt gelangen

http://www.youtube.com/watch?v=ydn7eVqAWCY

  10 Kommentare
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