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Datum: 02.11.2009 05:00:14 • Autor: RauteMusik

Kommentare: 3

Steuer-Gewerkschaft: Koalition verkompliziert das Steuerrecht

Osnabrück (ddp). Die Deutsche Steuer-Gewerkschaft (DStG) hat die Abschaffung des ermäßigten Steuersatzes von sieben Prozent als «wirkliche Vereinfachung» des Steuerrechts gefordert. In der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Montagausgabe), schlug der DStG-Vorsitzende Dieter Ondracek vor, zum Ausgleich könnten das steuerliche Existenzminimum, der «Hartz IV»-Satz, die Sozialhilfe und die Grundsicherung im Alter entsprechend angehoben werden. Statt dieses einfachen Schrittes wolle die Koalition aber das Steuerrecht weiter komplizieren, indem Hotelübernachtungen nur noch mit dem ermäßigten Steuersatz belegt und Forschung und Entwicklung steuerlich subventioniert werden sollten, kritisierte Ondracek.

Gleichzeitig warnte der Finanzfachmann die Koalition eindringlich davor, die Erbschaftssteuer zu regionalisieren, wie in einem Prüfauftrag des Koalitionsvertrages vorgesehen. «Die Folge wäre der rasche Tod der Erbschaftssteuer», sagte Ondracek. Wenn nur ein Bundesland niedrige oder gar keine Erbschaftssteuer erhebe, «würden alle mühsam beladenen Millionäre angesichts des nahen Todes ihren Wohnsitz in dieses Bundesland verlegen». Als Konsequenz müssten die anderen Länder ihre Erbschaftssteuersätze ebenfalls senken. Dann wäre die Erbschaftssteuer ganz schnell am Ende.

Als «Gebot der Stunde» bezeichnete es Ondracek, die Finanzverwaltungen der Länder um 3000 Betriebsprüfer und je 1000 Steuerfahnder und Umsatzsteuersonderprüfer aufzustocken. Das koste kein Geld, sondern beschaffe es. Denn dadurch würde das jährliche Steueraufkommen um etwa zehn Milliarden Euro steigen - die abschreckende Wirkung der Steuerprüfer schon eingerechnet.

(ddp)

  3 Kommentare

moinersen Dieser User ist offline.  (03.11.09 - 09:58Uhr)

Ach wenn das mit den Steuern doch so einfach wäre.
Es geht immer nur eins von beiden "einfach" oder "gerecht"! Beides zusammen geht nicht! Die Steuer, die es am ehesten vereint, die wollen die Leute nicht, weil sie sie verstehen ... die Umsatzsteuer.
Zur Erbschaftssteuer: Sie machte im Jahr 08 ca 0,05% des gesamten Steueraufkommens aus ... einfach weglassen, dann gibt es auch keinen Streit mehr! =)


IceBongDe Dieser User ist offline.  (02.11.09 - 18:17Uhr)

das mit den Prüfern und Fahndern wär glaub echt nicht schlecht ... die die sehr viel Geld scheffeln, packen mit sicherheit immer genug am Staat vorbei an die Seite ...


John55 Dieser User ist offline.  (02.11.09 - 15:30Uhr)

also noch verdine ich nicht und ncoh sterbe ich auch nicht aber ich glaube dass es schon ziemlich dreist ist die toten ncoh zu besteuern
außerdem läuft das alles doch eh auf eine steuererhöhung hinaus

  3 Kommentare
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