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Kategorie: Vermischtes
Roman Polanski ist wieder frei
Die Auslieferung an die USA findet doch nicht statt
14.07.2010 20:00 Uhr
Der französisch-polnische Regisseur, bekannt durch Filme wie "Chinatown", "Der Pianist" oder "Der Ghostwriter", wurde am Montag nach zehn Monaten Arrest in der Schweiz wieder auf freien Fuß gesetzt. Eine Auslieferung in die USA wurde abgelehnt.

Der Hintergrund

Seit den 70er Jahren liegt in den USA ein Haftbefehl wegen Kindesmissbrauchs gegen den 76-Jährigen vor. Der damals in den Staaten ansässige Regisseur machte eine 13-Jährige mit Alkohol und Drogen gefügig und misshandelte sie sexuell, wie er es selbst auch gestanden hatte. Als Polanski eine langjährige Gefängnisstrafe drohte, flüchtete er nach Europa und betrat seit dem nie wieder amerikanischen Boden, was eine sofortige Verhaftung mit sich gebracht hätte.

Am 26.September 2009 wurde Polanski bei der Einreise in die Schweiz in Zürich festgenommen und sollte in die USA ausgeliefert werden, um ihn dem Vergewaltigungsprozess zu stellen. Seit seiner Verhaftung stand der Regisseur unter Hausarrest in seinem Chalet im Schweizer Skiort Gstaad und wurde durch eine elektronische Fußfessel kontrolliert.

Die Entlassung

Die Schweizer Justizministerin begründete die Entlassung Polanskis mit Unklarheiten und Informationsmangel seitens der USA. Die Schweiz hatte von den amerikanischen Kollegen Einsicht in die Justizprotokolle über das damalige Polanski-Verfahren gefordert. Diese verweigerten allerdings den Zugriff darauf und schließlich, nach fast zehn Monaten Unstimmigkeiten der Justizbehörden, entließen die Schweizer den Regisseur, anstatt ihn für einen Prozess an die Staaten auszuliefern.

Auf der Pressekonferenz verkündete Widmer-Schlumpf, dass durch den verweigerten Zugriff auf die amerikanischen Protokolle nicht beurteilt werden könne, ob diese Auslieferung rechtens gewesen sei oder nicht.

Roman Polanski ist also jetzt ein freier Mann und ist vermutlich bereits nach Frankreich in sein Zuhause zurückgekehrt. Die USA gibt dennoch nicht auf und will weiterhin versuchen, den Regisseur vor amerikanischem Gericht zur Verantwortung zu ziehen.

Quellen: Zeit.de, Spiegel.de

Bild:
(c) Thorben Wengert / pixelio.de

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  2 Kommentare

Ron-Ron-Ron Dieser User ist offline.  (27.07.10 - 18:32Uhr)

genau


Kiki2020 Dieser User ist offline.  (26.07.10 - 06:40Uhr)

Können die nicht irgendwann mal locker lassen.
Vorallem was soll die Aktion die Unterlagen nicht
raus geben zu wollen. Da find ich die Ablehnung korekt.
Auch wenn es mir um der Gerechtigkeit's halbe wegen dem Kind echt nicht passt aber das ist nun mal unser und auch dass System der USA auch Verbrecher haben ihre Rechte auch wenn diese oft ausgenutzt werden helfen sie auch fälschlich verdächtigten unschuldigen nicht ganz zu unrecht verfolgt zu werden.  

  2 Kommentare
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