Sido

Das Super-Inteligente-DrogenOpfer, bürgerlich Paul Hartmut Würdig,hat nicht allein den Gangsta-Rap in Deutschland populär gemacht, sondern sich vom BadBoy der Musikszene zu Deutschlands Vorzeigerapper gemausert.
Geboren als Sohn einer alleinerziehenden Sintiza in Ost-Berlin, prägte vor allem das Großstadtleben und der Plattenbautencharme den aufstrebenden Rapstar. Mit 17 Jahren veröffentlichte Sido, allerdings noch unter dem Synonym RoyalTS, mit seinem Schulfreund Bobby Davis, später bekannt als B-Tight, erste Tracks unter dem Undergroundlabel Royal-Bunker. Gemeinsam gründeten die beiden bald ihr eigenes Label "Die Sekte", das später in "A.i.d.S" (Alles ist die Sekte) unbenannt wurde. Bei einem Konzert wurden die drei zukünftigen Chefs des damals noch nicht existierenden Labels Aggro Berlin auf Sido und B-Tight aufmerksam, woraufhin sie beschlossen, das Label zu gründen und die beiden unter Vertrag zu nehmen. Mit Aggro Berlin erlange Sido erstmals nationales Aufsehen.
2003 startete Sido seine Solokarriere mit der Veröffentlichung des "WeihnachtsSong" und "Arschf*cksong" - und steig aufgrund seiner frauenverachtenden und jugendgefährdenden Inhalte zum Bad Boy der Musikszene auf. Mit überharten Texten über das leben im "Block", Gewaltexzessen, Alkohol und Sex landete Sidos Einstandsalbum auf Platz 3 der Deutschen Charts - aber auch auf dem Indez.
"Die Maske", die auch bei Liveauftritten sein Gesicht verdeckte, hat Sido mittlerweile gegen eine Kastenbrille ausgetauscht - sein 6. Studioalbum "30-11-80" ist nicht mehr eine Laudatio auf das Ghettoleben, sonder sein Echo, eine Reminiszenz auf das, was mal war. Was bleibt, ist Sido als Rapper, Deutschlands bekanntester Rapper - aber auch Sido als Medienfigur, Autor oder Juror in der österreichischen Sendung "Die große Chance". Ein gereifter Musiker, auch, wenn ab und an noch die Hand ausrutscht.

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